Wird diese Nachricht nicht richtig dargestellt, klicken Sie bitte hier.
SMÄK News

Liebe Freunde des Ägyptischen Museums,

am 12. Mai war die Wiederöffnung des Museums – und die diversen Hygiene- und Schutzmaßnahmen haben sich gut bewährt. Das bestätigen uns auch die ersten Besucher, auch wenn sie derzeit noch etwas zögerlich kommen. Aber alle äußern sich glücklich darüber, dass die Museen wieder zugänglich sind und damit der Kontakt zu den Originalen wieder möglich ist – trotz aller digitalen Angebote, die einen realen Museumsbesuch eben doch nicht ersetzen können. Einzige Einschränkung: Der gesamte Raum „Ägypten (er)fassen“ mit seinen zahlreichen Tastmodellen ist derzeit noch nicht zugänglich. Gleiches gilt leider auch für das Shop-Cafe, als kleinen Ersatz gibt es einen improvisierten Mini-Shop an der Kasse.

Auf Veranstaltungen und museumspädagogische Angebote müssen wir hingegen weiterhin verzichten – mit einer Ausnahme: Die Klangwanderung „The pomegranate tree“ gleich zu Beginn des Monats wird, wenn auch ohne Einführung, wie gewohnt stattfinden, da sich dazu die Gäste sowieso im gesamten Museum verteilen.

Dennoch erweitern wir die digitalen Angebote des Museums für Erwachsene und Kinder weiterhin – gerade ist etwa die 7. Lektion des Online-Hieroglyphenkurses über die Website des Museums zugänglich geworden. Für Kinder und Jugendliche starten wir in diesem Monat ein schon vor Corona in Vorbereitung gegangenes neues Format: „Frag den Ägypter“ ist ein Erklärvideo, dessen erste Folge ab dem 6. Juni über den YouTube-Kanal des Museums aufrufbar sein wird.

Während der Schließung des Museums haben wir die Sonderausstellung „Adam, wo bist du?“ fertig gestellt, die ab dem 17. Juni zugänglich sein wird. Auf eine Eröffnung müssen wir leider verzichten – sie wird digital mit einer Videobotschaft des Staatsministers Sibler erfolgen. Zur Einstimmung gibt es jetzt schon vier kurze Interview-Videos mit der Künstlerin Ilana Lewitan, und wir werden in der zweiten Juni-Hälfte eine digitale Version der Ausstellung verfügbar machen für all diejenigen, die die Ausstellung zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht besuchen können oder wollen.

Die Präsentation der Münchner Ochsenmumie ist ebenfalls weiterhin zu sehen, ihre gesamte Dokumentation auch online verfügbar. Noch einmal hinweisen möchte ich auf die Reihe #ClosedButOpen, die wir gemeinsam mit der Performance-Künstlerin Ruth Geiersberger entwickelt haben und von der weitere Clips über YouTube abrufbar sind.

Für die Pfingstferien ist der „Archäologische Rucksack“ für Kinder neu bestückt worden, es gibt ein neues Suchspiel, und auch die Inhalte des MediaGuides sind erweitert worden – für Kinder und Erwachsene! Damit ist das Ägyptische Museum auch ohne Veranstaltungen ein reizvolles und attraktives Ziel für die ganze Familie…

Das „Objekt des Monats“ ist diesmal eine Statuette des schakalsköpfigen Gottes Upuaut, das bedeutet „Wegeöffner“ – möge er Ihnen den Weg öffnen und Sie wieder zu uns geleiten!

In diesem Sinne hoffen wir, Sie bald wieder in personam im Ägyptischen Museum begrüßen zu können

Ihre

Sylvia Schoske

Sylvia Schoske


Anschrift der Verwaltung:
Arcisstraße 16, 80333 München

Eingang ins Museum:
Gabelsbergerstraße 35, 80333 München

Fax-Nummer: 089 289 27 707
Sekretariat 089 289 27 630
info@smaek.de
www.smaek.de

Öffnungszeiten Mi-So 10-18 Uhr, Di 10-20 Uhr, Mo geschlossen
Das Museum hat am Pfingstmontag (1. Juni) und an Fronleichnam (11. Juni) geöffnet.


Wiederöffnung

Für Ihren Museumsbesuch gibt es einige Dinge zu beachten.

Bitte halten Sie bei Ihrem Museumsbesuch einen Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen ein (Ausnahme: Familien). Tragen Sie eine Mund-Nasen-Bedeckung und reinigen Sie sich gründlich die Hände.
Wir weisen Sie auch im Museum mit Schildern und Bodenmarkierungen darauf hin.

Zu Ihrem Schutz und dem unseres Personals haben wir im Kassenbereich Plexiglasscheiben installiert und das Reinigungsintervall für alle Kontaktflächen erhöht.

Personen mit unspezifischen Allgemeinsymptomen sowie respiratorischen Symptomen jeglicher Schwere und Personen, die in den letzten 14 Tagen Kontakt zu COVID-19-Fällen hatten, sind leider vom Besuch des Museums ausgeschlossen.

Bitte helfen Sie mit, dass wir alle gemeinsam gut durch diese Krise kommen.

nach oben

Termine

Alle Veranstaltungen – bis auf die Klangwanderung - sind derzeit abgesagt und werden nach Möglichkeit verschoben.

Die ausgefallenen Vorträge der Reihe zur Geschichte des Museums „Wie wir wurden, was wir sind“ am Dienstagabend werden in digitaler Form im Juli über die Website des Museums abrufbar sein.

nach oben

Veranstaltungen

Klangwanderung durch 13 Räume

The Pomegranate Tree

Zeitgenössische Musik trifft auf altägyptische Kunst! Die Klanginstallation weckt die Illusion, als seien es die Säle und Hallen selbst, die anfangen zu klingen und mit den Jahrtausende alten Kunstwerken in Kontakt zu treten. Aus allen Richtungen, von weit her und von ganz nah, dringen die Klänge ans Ohr. Mit den Klangwogen mischen sich faszinierende Klangereignisse, mal seltsam vertraut, mal irritierend fremd. Trostreich versöhnlich kommen menschliche Stimmen hinzu, deklamieren, raunen, flüstern Fragmente aus altägyptischer Poesie und Literatur.                              Eine mitreißende Klangwanderung durch 13 Säle auf 64 Kanälen in 63 Minuten

Die übliche Einführung entfällt, stattdessen erhalten alle Besucher ein Informationsblatt

Dienstag, 4. Juni, 18 Uhr

Eintritt 4.- Euro + Museumseintritt

Digitale Angebote

Über www.smaek.de/smaek-digital/ ist das digitale Angebot des Museums abzurufen, das laufend ergänzt wird und Ihnen immer wieder Neues bietet.

Aktuell:

Der Online-Hieroglyphenkurs zum Selbststudium (7 von 10 Lektionen sind bereits erschienen) geht weiter.

Zur künftigen Sonderausstellung „Adam“ gibt es vier Interview-Videos mit der Künstlerin Ilana Lewitan. Ab Anfang des Monats läuft über die Social Media ein Countdown zur Ausstellung.

Die Aktion #ClosedButOpen zeigt Miniaturen aus dem leeren Museum mit Ruth Geiersberger, Ardhi Engl und Geoff Goodman.

Für Kinder gibt es neue Spiele, Rätsel und Malvorlagen, die regelmäßig ergänzt werden.

Ein kleiner Onlineshop und ein komplettes Schriftenverzeichnis der verfügbaren Publikation findet sich unter www.smaek.de/das-museum/publikationen/

Ebenso einige Publikationen zum Download unter www.smaek.de/smaek-digital/downloadbereich/


„Frag den Ägypter“                                                            
 

 „Frag den Ägypter“ heißt das neue Erklär-Videoformat des Museums für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren, das ab dem 6. Juni auf dem YouTube-Kanal des Museums zu sehen wird.

In jeder Folge wird sich die Comicfigur „Teti“ ausgewählten Themen und Geheimnissen des alten Ägyptens widmen. Diese Figur wurde aus einem Relief des alten Reiches im Museum entwickelt und animiert. 

In der ersten Folge geht Teti der Frage nach, wie die alten Ägypter Pyramiden gebaut haben – und welche Theorien zum Pyramidenbau nicht stimmen.


nach oben

Ausstellung


Die Münchner Ochsenmumie - 
Voll ent-wickelt 

Im Jahr 1846 schenkte der Arzt Dr. Franz Seraph v. Prunner-Bey der Bayerischen Akademie der Wissenschaften die Mumie eines Rindes. Als Herkunft wurde Memphis angegeben und daraus eine Verbindung zum Serapeum in Saqqara abgeleitet. Da dort die heiligen Apis-Stiere bestattet wurden, galt die Ochsenmumie lange als „Apis-Stier“ oder „Apis-Kuh, Mutter eines Apisstiers“. Im Jahr 1934 wurde sie als der „besterhaltene der heiligen Stiere“ bezeichnet.

Den 2. Weltkrieg überstand die Ochsenmumie in einem Abstellraum der Münchner Residenz. In der Nachkriegszeit jedoch wurde die Mumie im Collecting Point (Katharina-von-Bora-Str. 10, Haus der Kulturinstitute, wo bis 2011 Verwaltung und Magazine des Ägyptischen Museums untergebracht waren) nicht adäquat gelagert und nahm Schaden durch Feuchtigkeit und Vandalismus. Nachdem man in den 1980er Jahren festgestellt hatte, dass eine Restaurierung nicht mehr möglich war, wurde daher die Mumie ausgewickelt und bis ins Detail wissenschaftlich untersucht. Zur großen Überraschung wurde dabei eindeutig festgestellt, dass es sich weder um einen mumifizierten Stier noch um ein Muttertier, sondern um einen - Ochsen handelt!

Die Auswicklung und Untersuchung der Ochsenmumie brachte weitere erstaunliche Erkenntnisse. In die Mumienbinden eingewickelt waren ausschließlich einzelne Knochen. Sie wiesen weder Überreste von Fleisch oder Sehnen noch Schnittspuren auf. Demnach fand die Mumifizierung erst nach der vollständigen Verwesung des Tieres statt. Dazu wurden, wie bereits Herodot (5. Jh. v. Chr.) in seinen Historien für Ägypten schildert, die verstorbenen Tiere vor der Stadt im Erdboden vergraben, wo sie mindestens ein Jahr verbleiben mussten.

Anhand der spezifischen Ausformung des Beckens und der Hörner ist das Tier eindeutig als Ochse zu identifizieren. Mit einer errechneten Widerristhöhe von 1,50 m gehört das Tier zu den größten bekannten seiner Art in Ägypten und darüber hinaus.

Vorübergehend öffentlich ausgestellt, wurde der Ochse daraufhin für knapp 30 weitere Jahre eingelagert. 2019 konnte das Skelett in einer Kooperation des Ägyptischen Museums mit dem Museum Mensch und Natur sowie der Staatssammlung für Anthropologie und Paläoanatomie erneut untersucht und wieder aufgebaut werden.

Die gesamte Dokumentation zur Präsentation können Sie auf der Website nachlesen: www.smaek.de/ausstellungen/voll-ent-wickelt/

nach oben

„Adam, wo bist du?“

Eine Kunstinstallation von Ilana Lewitan

Die Münchner Künstlerin erkundet in verschiedenen Stationen das Verhältnis von individueller Identität zu Zuschreibungen durch die Umwelt. Wer bin ich? In welche Schemen ordnet mich meine Umwelt ein? Am Beispiel vornehmlich jüdischer Biografien führt die Installation vor, welche wirkmächtigen, häufig gewalttätigen Potentiale Zuschreibungen von Menschen an Menschen enthalten.

Die Installation gliedert sich in verschiedene Abteilungen, den Auftakt bildet ein fiktives Verhaftungsprotokoll aus dem Dritten Reich, das die Frage aufwirft: Was wäre, wenn Jesus im Jahr 1938 gelebt hätte? 

Filmische Sequenzen führen von historischen „Zu-Schreibungen“ mit der mechanischen Schreibmaschine in die Gegenwart der digitalen Kommunikationskanäle. Hör- und Sehstationen zeigen Interviews mit Menschen mehrheitlich jüdischer Abstammung, die Zuschreibungen von außen als besondere biographische Herausforderungen, Bürden oder gar Katastrophen erlebt haben – von Max Mannheimer (1920-2016) über Charlotte Knobloch (*1932) bis hin zum Münchner Rabbiner Brandt (*1927).

Eine weitere Station lässt die Besucherin und den Besucher selbst nachvollziehen, wie banale Einordnungen der willkürlichen Ausgrenzung Tür und Tor öffnen. Der Weg durch die Installation führt schließlich zum großformatigen Fluchtpunkt der Inszenierung, in dem die Fragen kulminieren, die die Installation aufwirft, dem 4,6 Meter hohen Kreuz mit einem 3,3 Meter großen Korpus in Form einer KZ-Uniform.

„Interventionen“ in der Dauerausstellung sensibilisieren den Besucher im Hinblick auf die Fragen nach Identität und Zuordnung: Einzelne Kunstwerke und moderne Objekte treten in den Vitrinen in einen Dialog mit der jahrtausendealten ägyptischen Kunst: Jüdische Geschichte und das Alte Ägypten sind durch Altes und Neues Testament vielfach miteinander verknüpft.  

Die Künstlerin

Ilana Lewitan wurde 1961 in München geboren. Dort studierte sie von 1980-1983 Innenarchitektur und von 1982-1985 Architektur an der TU München. Von 1988-1992 arbeitete sie als Architektin und freie Illustratorin in New York, u.a. bei Richard Meier Architects & Partners und Dakota Jackson. Anschließend studierte sie bei Hans Daucher und Markus Lüpertz Malerei. Seit 1995 ist sie freischaffende Künstlerin. Seit 2012 ist sie auch als Dozentin tätig. Ilana Lewitan lebt und arbeitet in München.

Die Ausstellung wird in einer digitalen Form auch über die Website des Museums erlebbar sein. Der Katalog erscheint Ende Juni.

Interviews mit der Künstlerin finden Sie auf unserem YouTube-Kanal .

Laufzeit 17.Juni 2020 bis 10.Januar 2021

nach oben

Mini-Shop

Derzeit ist das Shop-Cafe „Ludovico“ noch nicht wieder geöffnet. Ein kleines Angebot – einige Publikationen, auch für Kinder, Postkarten, Museumsmitbringsel u.ä. sind an der Kasse erhältlich.

nach oben

Kinder

Leider kann in den Pfingstferien nicht das geplante Programm mit verschiedenen Kursen und Workshops für Kinder stattfinden. Doch dafür gibt es aktualisierte Angebote:

Archäologischer Rucksack

Neu bestückt ist der Rucksack, dessen Aufgaben einmal quer durchs Museum führen.  Mit ihnen können Kinder selbst aktiv werden und die Arbeit eines Archäologen kennen lernen. Die Ausleihe ist kostenlos und jederzeit zu den normalen Öffnungszeiten möglich.
Dieses Angebot richtet sich an Kinder von ca. 7–12 Jahren – bei den Kleineren dürfen auch die Eltern oder größere Geschwister mithelfen. Für die Bearbeitung aller Aufgaben benötigt man etwa eine Stunde.

Suchspiel

Neue Rätselfragen hält auch das Suchspiel bereit– einfach an der   Museumskasse abholen; jeweils zu den Öffnungszeiten des Museums. Die Teilnahme ist frei, und jeder Teilnehmer erhält einen kleinen Preis!

MedienGuide

Neue Inhalte gibt es auch auf dem Tablet, das verschiedene Inhalte auch für Kinder enthält: Für sie konzipiert ist die Führung „Götterwelt“ sowie das von Schülern entwickelte und gesprochene Hörspiel „Aus dem Leben der Sat-Djehutj“. In einem freien Rundgang gibt es mittlerweile rund 300 Module mit Informationen zu einzelnen Objekten!

Für 1.- Euro an der Kasse erhältlich.


nach oben



Objekt des Monats

Statuette einer schakalsköpfigen Gottheit

In weitausschreitender Schrittstellung steht eine männliche Figur mit Schakalskopf auf einem quaderförmigen Sockel. Der rechte Arm liegt mit geballter Faust am Körper ausgestreckt an, der linke Arm ist nach vorne ausgestreckt und hielt einen Gegenstand mit der Hand umfaßt – nach Parallelen vermutlich ein langes Szepter. Der kurze, plissiere Schurz wird von einem Gürtel gehalten. Der anatomisch schwierige Übergang von Menschenleib zu Tierkopf wird von einer dreiteiligen Strähnenperücke bedeckt, wie sie üblicherweise von Göttern getragen werden. 

Der Ägypter hat mehrere Caniden („Hundeartige“) wie Schakal, Wolf und Wildhund unter einem Begriff zusammengefaßt und auch in der Darstellung oft nicht getrennt. Aus der Beobachtung, dass diese Tiere als Bewohner des Wüstenrands auf ihren Streifzügen die Unversehrtheit der dort bestatteten Verstorbenen gefährdeten, folgte die Umkehrung der Verhältnisse: Der Schakal wurde zum Wächter der Nekropole, zum Schutzherrn des Jenseits. 

Es ist einerseits Anubis, zuständig für die Balsamierung der Verstorbenen, der als Schakal auf einem Schrein liegend den Verstorbenen bewacht oder ihn als Mann mit Schakalskopf an der hand nimmt und vor den Jenseitsherrscher Anubis führt. Der kriegerische Upuaut – sein Name bedeutet „Wegeöffner“ – gehört auch zu den Schutzmächten des Königs und wird ihm bereits in der Reichseinigungszeit (um 3000 v. Chr.) auf einer Standarte stehend vorangetragen. In dieser Zeit war Chontamenti, ebenfalls als liegender Schakal dargestellt, der Schutzgott des Königsfriedhofs von Abydos.

Bronze
H. 14,1 cm, Br. 3,2 cm, T. 7,7 cm
Spätzeit, ca. 600-350 v. Chr.
ÄS 1344
(ausgestellt im Raum „Religion“)


nach oben


Folgen Sie uns schon in den Social Media?
Facebook
Twitter
Instagram


Wenn Sie diese E-Mail (an: unknown@noemail.com) nicht mehr empfangen möchten, können Sie diese hier kostenlos abbestellen.

Staatliches Museum Ägyptischer Kunst
Sylvia Schoske
Arcisstr. 16
80333 München
Deutschland

08928927630
cg@kulturmarketing-muenchen.de