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SMÄK News

Liebe Freunde des Ägyptischen Museums,

am 15. Juli ist der 50. Geburtstag des Museums, den wir mit Ihnen bei zahlreichen Veranstaltungen feiern wollten. Notgedrungen müssen und werden wir diese um ein Jahr verschieben – und ein wenig davon auch ins Netz legen: Dort wird ab Mitte Juli die Vortragsserie „Wie wir wurden, was wir sind“ zu finden sein, deren Themen auch in der aktuellen Ausgabe unserer Museumszeitschrift „Maat“ zu finden sind.

Die diversen Hygiene- und Schutzmaßnahmen haben sich gut bewährt, gelten aber natürlich weiterhin. Und da seit dieser Woche wieder doppelt so viele Besucher gleichzeitig ins Haus dürfen, werden auch die Warteschlangen, die es an einigen Sonntagen gegeben hat, wohl der Vergangenheit angehören. Da es vor den Ferien keine Besuche von Schulklassen mehr geben wird, empfehlen wir Ihnen vor allem die Wochentage für einen Besuch, den Sie dann sehr entspannt genießen können. Wir freuen uns, dass die ersten Touristen auch aus dem Ausland wieder ins Museum kommen.

Und weil alle Regeln bislang sehr diszipliniert eingehalten werden, ist auch der Raum „Ägypten (er)fassen“ wieder zugänglich. Leider ist eine Öffnung des Shop-Cafes noch nicht rentabel, als kleinen Ersatz gibt es weiterhin einen improvisierten Mini-Shop an der Kasse.

Auf Veranstaltungen und museumspädagogische Angebote müssen wir hingegen weiterhin verzichten – mit einer Ausnahme: Die Klangwanderung „The pomegranate tree“ gleich zu Beginn des Monats wird, wenn auch ohne Einführung, wie gewohnt stattfinden, da sich dazu die Gäste sowieso im gesamten Museum verteilen, auch hier war der erste Termin sehr ermutigend.

Die digitalen Angebote des Museums für Erwachsene und Kinder werden weiterhin erweitert – so ist der Online-Hieroglyphenkurs mittlerweile mit 10 Lektionen vollständig über die Website des Museums zugänglich geworden. In Kürze werden Sie die Sonderausstellung „Adam, wo bist du?“ in einer digitalen Version erkunden können. Die Präsentation der Münchner Ochsenmumie ist ebenfalls weiterhin zu sehen, ihre gesamte Dokumentation auch online verfügbar.

Für die Sommerferien wird der „Archäologische Rucksack“ für Kinder neu bestückt, der sich schon über Pfingsten großer Beliebtheit erfreut hat. Und auf dem MediaGuide wird eine interaktive „Pharaonenjagd“ für Kinder zur Verfügung stehen.

Auf Sommer und Sonne nimmt auch das „Objekt des Monats“ Bezug - diesmal eine Statuette des jugendlichen Sonnengottes.

Wir würden uns freuen, wenn Sie einen Besuch des Ägyptischen Museums in Ihre Urlaubspläne mit einbeziehen würden!

Ihre

Sylvia Schoske

Sylvia Schoske


Anschrift der Verwaltung:
Arcisstraße 16, 80333 München

Eingang ins Museum:
Gabelsbergerstraße 35, 80333 München

Fax-Nummer: 089 289 27 707
Sekretariat 089 289 27 630
info@smaek.de
www.smaek.de

Öffnungszeiten Mi-So 10-18 Uhr, Di 10-20 Uhr, Mo geschlossen


Hygiene-Regeln

Die Schutzmaßnahmen für den Museumsbesuch haben sich in den vergangenen Wochen bewährt. Seit Anfang Juli hat sich die Zahl der zugelassenen Besucher verdoppelt, jetzt ist ein Besucher pro 10 Quadratmeter erlaubt. Im Ägyptischen Museum bedeutet dies, dass sich gleichzeitig rund 220 Besucher (einschließlich Sonderausstellung) aufhalten dürfen. Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich, dennoch empfehlen wir die derzeit eher besucherschwachen (Wegfall der Schulklassen) Wochentage zu nutzen.

Für Ihren Museumsbesuch gibt es dennoch derzeit einige Dinge zu beachten.    

Bitte halten Sie bei Ihrem Museumsbesuch einen Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen ein (Ausnahme: Familien). Tragen Sie eine Mund-Nasen-Bedeckung und reinigen Sie sich gründlich die Hände.

Wir weisen Sie auch im Museum mit Schildern und Bodenmarkierungen darauf hin. Bitte beachten Sie die „Einbahnstraßen-Regelung“: Die Bodenleitlinie führt Sie durch alle Räume des Museums – und auch wieder hinaus!

Zu Ihrem Schutz und dem unseres Personals haben wir im Kassenbereich Plexiglasscheiben installiert und das Reinigungsintervall für alle Kontaktflächen erhöht.

Personen mit unspezifischen Allgemeinsymptomen sowie respiratorischen Symptomen jeglicher Schwere und Personen, die in den letzten 14 Tagen Kontakt zu COVID-19-Fällen hatten, sind leider vom Besuch des Museums ausgeschlossen.

Bitte helfen Sie weiterhin mit, dass wir alle gemeinsam gut durch diese Krise kommen.

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Termine

Alle Veranstaltungen – bis auf die Klangwanderung - sind derzeit abgesagt und werden nach Möglichkeit verschoben.

Die ausgefallenen Vorträge der Reihe zur Geschichte des Museums „Wie wir wurden, was wir sind“ am Dienstagabend werden in digitaler Form im Juli über die Website des Museums abrufbar sein.

50 Jahre Staatliches Museum Ägyptischer Kunst

Am 15. Juli 2020 feiert das SMÄK seinen 50. Geburtstag – leider werden die zu diesem Anlass geplanten Festivitäten und Veranstaltungen nicht stattfinden können. Aber:

 


Die Aktivitäten sollen im kommenden Jahr nachgeholt werden – dann wird eben der 51. Geburtstag mit den Besuchern gefeiert!

Um trotzdem diesem Ereignis gerecht zu werden, sind ab

Mitte Juli

nacheinander die ausgefallenen Vorträge der Dienstagabend-Reihe „Wie wir wurden, was wir sind“ aus dem 2. Quartal online verfügbar, ebenso zur Vollständigkeit die Vorträge aus dem 1. Quartal.

Bernd Sibler, Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, wird dem Museum und seinen Besuchern die Glückwünsche zum Jubiläum per Videobotschaft übermitteln.

Museumszeitschrift "Maat"

Zum Jubiläum ist eine doppelt so dicke Ausgabe unserer Zeitschrift wie üblich erschienen. Sie lässt 50 Jahre Museumsgeschichte (plus mehr als 200 Jahre Sammlungsgeschichte) Revue passieren mit all ihren Ausstellungen, Zweigmuseen und Veranstaltungen, den Grabungen im Ostdelta und im Sudan sowie den wichtigsten Erwerbungen. Außerdem vollzieht sie die langjährigen Bemühungen um den Museumsneubau nach, ebenso die die Entwicklung des Freundeskreises.

Preis 5.- Euro, erhältlich an der Museumskasse.

 

 

 




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Veranstaltungen

Klangwanderung durch 13 Räume

The Pomegranate Tree

Zeitgenössische Musik trifft auf altägyptische Kunst! Die Klanginstallation weckt die Illusion, als seien es die Säle und Hallen selbst, die anfangen zu klingen und mit den Jahrtausende alten Kunstwerken in Kontakt zu treten. Aus allen Richtungen, von weit her und von ganz nah, dringen die Klänge ans Ohr. Mit den Klangwogen mischen sich faszinierende Klangereignisse, mal seltsam vertraut, mal irritierend fremd. Trostreich versöhnlich kommen menschliche Stimmen hinzu, deklamieren, raunen, flüstern Fragmente aus altägyptischer Poesie und Literatur.                              Eine mitreißende Klangwanderung durch 13 Säle auf 64 Kanälen in 63 Minuten

Die übliche Einführung entfällt, stattdessen erhalten alle Besucher ein Informationsblatt

Dienstag, 7. Juli, 18 Uhr

Eintritt 4.- Euro + Museumseintritt

Digitale Angebote

Über www.smaek.de/smaek-digital/ ist das digitale Angebot des Museums abzurufen, das laufend ergänzt wird und Ihnen immer wieder Neues bietet.

Aktuell:

Der Online-Hieroglyphenkurs zum Selbststudium ist mit 10 Lektionen jetzt vollständig verfügbar.

Die Sonderausstellung „Adam, wo bist du?“ ist in einer digitalen Version über die Website zu erkunden.

Für Kinder gibt es neue Spiele, Rätsel und Malvorlagen, die regelmäßig ergänzt werden.

Ein kleiner Onlineshop und ein komplettes Schriftenverzeichnis der verfügbaren Publikation findet sich unter www.smaek.de/das-museum/publikationen/

Die im Frühjahr abgebrochene Vortragsreihe „Wie wir wurden, was wir sind“ wird ab Mitte Juli in einer digitalen Version verfügbar sein – sowohl die bereits live gehaltenen Vorträge als auch die eigentlich für das zweite Quartal vorgesehenen Beiträge.


„Frag den Ägypter“                                                            
 

 „Frag den Ägypter“ heißt das neue Erklär-Videoformat des Museums für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren, das ab dem 6. Juni auf dem YouTube-Kanal des Museums zu sehen wird.

In jeder Folge wird sich die Comicfigur „Teti“ ausgewählten Themen und Geheimnissen des alten Ägyptens widmen. Diese Figur wurde aus einem Relief des alten Reiches im Museum entwickelt und animiert. 

In der ersten Folge geht Teti der Frage nach, wie die alten Ägypter Pyramiden gebaut haben – und welche Theorien zum Pyramidenbau nicht stimmen.


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Ausstellung


Die Münchner Ochsenmumie - 
Voll ent-wickelt 

Im Jahr 1846 schenkte der Arzt Dr. Franz Seraph v. Prunner-Bey der Bayerischen Akademie der Wissenschaften die Mumie eines Rindes. Als Herkunft wurde Memphis angegeben und daraus eine Verbindung zum Serapeum in Saqqara abgeleitet. Da dort die heiligen Apis-Stiere bestattet wurden, galt die Ochsenmumie lange als „Apis-Stier“ oder „Apis-Kuh, Mutter eines Apisstiers“. Im Jahr 1934 wurde sie als der „besterhaltene der heiligen Stiere“ bezeichnet.

Den 2. Weltkrieg überstand die Ochsenmumie in einem Abstellraum der Münchner Residenz. In der Nachkriegszeit jedoch wurde die Mumie im Collecting Point (Katharina-von-Bora-Str. 10, Haus der Kulturinstitute, wo bis 2011 Verwaltung und Magazine des Ägyptischen Museums untergebracht waren) nicht adäquat gelagert und nahm Schaden durch Feuchtigkeit und Vandalismus. Nachdem man in den 1980er Jahren festgestellt hatte, dass eine Restaurierung nicht mehr möglich war, wurde daher die Mumie ausgewickelt und bis ins Detail wissenschaftlich untersucht. Zur großen Überraschung wurde dabei eindeutig festgestellt, dass es sich weder um einen mumifizierten Stier noch um ein Muttertier, sondern um einen - Ochsen handelt!

Die Auswicklung und Untersuchung der Ochsenmumie brachte weitere erstaunliche Erkenntnisse. In die Mumienbinden eingewickelt waren ausschließlich einzelne Knochen. Sie wiesen weder Überreste von Fleisch oder Sehnen noch Schnittspuren auf. Demnach fand die Mumifizierung erst nach der vollständigen Verwesung des Tieres statt. Dazu wurden, wie bereits Herodot (5. Jh. v. Chr.) in seinen Historien für Ägypten schildert, die verstorbenen Tiere vor der Stadt im Erdboden vergraben, wo sie mindestens ein Jahr verbleiben mussten.

Anhand der spezifischen Ausformung des Beckens und der Hörner ist das Tier eindeutig als Ochse zu identifizieren. Mit einer errechneten Widerristhöhe von 1,50 m gehört das Tier zu den größten bekannten seiner Art in Ägypten und darüber hinaus.

Vorübergehend öffentlich ausgestellt, wurde der Ochse daraufhin für knapp 30 weitere Jahre eingelagert. 2019 konnte das Skelett in einer Kooperation des Ägyptischen Museums mit dem Museum Mensch und Natur sowie der Staatssammlung für Anthropologie und Paläoanatomie erneut untersucht und wieder aufgebaut werden.

Die gesamte Dokumentation zur Präsentation können Sie auf der Website nachlesen: www.smaek.de/ausstellungen/voll-ent-wickelt/

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„Adam, wo bist du?“

Eine Kunstinstallation von Ilana Lewitan

Die Münchner Künstlerin erkundet in verschiedenen Stationen das Verhältnis von individueller Identität zu Zuschreibungen durch die Umwelt. Wer bin ich? In welche Schemen ordnet mich meine Umwelt ein? Am Beispiel vornehmlich jüdischer Biografien führt die Installation vor, welche wirkmächtigen, häufig gewalttätigen Potentiale Zuschreibungen von Menschen an Menschen enthalten.

Die Installation gliedert sich in verschiedene Abteilungen, den Auftakt bildet ein fiktives Verhaftungsprotokoll aus dem Dritten Reich, das die Frage aufwirft: Was wäre, wenn Jesus im Jahr 1938 gelebt hätte? 

Filmische Sequenzen führen von historischen „Zu-Schreibungen“ mit der mechanischen Schreibmaschine in die Gegenwart der digitalen Kommunikationskanäle. Hör- und Sehstationen zeigen Interviews mit Menschen mehrheitlich jüdischer Abstammung, die Zuschreibungen von außen als besondere biographische Herausforderungen, Bürden oder gar Katastrophen erlebt haben – von Max Mannheimer (1920-2016) über Charlotte Knobloch (*1932) bis hin zum Münchner Rabbiner Brandt (*1927).

Eine weitere Station lässt die Besucherin und den Besucher selbst nachvollziehen, wie banale Einordnungen der willkürlichen Ausgrenzung Tür und Tor öffnen. Der Weg durch die Installation führt schließlich zum großformatigen Fluchtpunkt der Inszenierung, in dem die Fragen kulminieren, die die Installation aufwirft, dem 4,6 Meter hohen Kreuz mit einem 3,3 Meter großen Korpus in Form einer KZ-Uniform.

„Interventionen“ in der Dauerausstellung sensibilisieren den Besucher im Hinblick auf die Fragen nach Identität und Zuordnung: Einzelne Kunstwerke und moderne Objekte treten in den Vitrinen in einen Dialog mit der jahrtausendealten ägyptischen Kunst: Jüdische Geschichte und das Alte Ägypten sind durch Altes und Neues Testament vielfach miteinander verknüpft.  

Die Künstlerin

Ilana Lewitan wurde 1961 in München geboren. Dort studierte sie von 1980-1983 Innenarchitektur und von 1982-1985 Architektur an der TU München. Von 1988-1992 arbeitete sie als Architektin und freie Illustratorin in New York, u.a. bei Richard Meier Architects & Partners und Dakota Jackson. Anschließend studierte sie bei Hans Daucher und Markus Lüpertz Malerei. Seit 1995 ist sie freischaffende Künstlerin. Seit 2012 ist sie auch als Dozentin tätig. Ilana Lewitan lebt und arbeitet in München.

Die Ausstellung ist in einer digitalen Form auch über die Website des Museums erlebbar . Der Katalog erscheint Mitte Juli.

Interviews mit der Künstlerin finden Sie auf unserem YouTube-Kanal .

Laufzeit 17.Juni 2020 bis 10.Januar 2021

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Besucherbefragung

In den kommenden Wochen werden wir eine Befragung der Nutzer – Erwachsene und Kinder – des MedienGuides durchführen und würden uns freuen, wenn Sie sich daran möglichst zahlreich beteiligen würden!

Mini-Shop

Derzeit ist das Shop-Cafe „Ludovico“ noch nicht wieder geöffnet. Ein kleines Angebot – einige Publikationen, auch für Kinder, Postkarten, Museumsmitbringsel u.ä. sind an der Kasse erhältlich.

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Kinder

Leider kann in den Sommerferien nicht das geplante Programm mit verschiedenen Kursen und Workshops für Kinder stattfinden. Doch dafür gibt es aktualisierte Angebote:

Archäologischer Rucksack

Neu bestückt ist der Rucksack, dessen Aufgaben einmal quer durchs Museum führen.  Mit ihnen können Kinder selbst aktiv werden und die Arbeit eines Archäologen kennen lernen. Die Ausleihe ist kostenlos und jederzeit zu den normalen Öffnungszeiten möglich.
Dieses Angebot richtet sich an Kinder von ca. 7–12 Jahren – bei den Kleineren dürfen auch die Eltern oder größere Geschwister mithelfen. Für die Bearbeitung aller Aufgaben benötigt man etwa eine Stunde.

Suchspiel

Neue Rätselfragen hält auch das Sommer-Suchspiel bereit– einfach an der   Museumskasse abholen; jeweils zu den Öffnungszeiten des Museums. Die Teilnahme ist frei, und jeder Teilnehmer erhält einen kleinen Preis!

MedienGuide

Neue Inhalte gibt es auch auf dem Tablet, das verschiedene Inhalte auch für Kinder enthält: Für sie konzipiert ist die Führung „Götterwelt“ sowie das von Schülern entwickelte und gesprochene Hörspiel „Aus dem Leben der Sat-Djehutj“. In einem freien Rundgang gibt es mittlerweile rund 300 Module mit Informationen zu einzelnen Objekten!

Neu auf dem MedienGuide

„Pharaonenjagd“ - ein Streifzug durchs Museum zu zehn Stationen mit Rätseln und Fragen rund um den ägyptischen König – in Begleitung der Museums-Maskottchen Isi und Usi, die bei Schwierigkeiten auch schon mal weiterhelfen. Knackst du alle Rätsel in der vorgegebenen Zeit? Du hast eine Stunde Zeit – der Countdown läuft…

Ab den Sommerferien verfügbar

Kosten: 1.- Euro für den MedienGuide, an der Kasse erhältlich    

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Objekt des Monats

Statuette des jugendlichen Sonnengottes



Auf einer rundplastischen Blüte des Blauen Lotos hockt eine Kindgottheit, zu erkennen an der Nacktheit, der Geste des an den Mund gelegten Zeigefingers der rechten Hand sowie des an der rechten Schläfe ansetzenden Zopfes, der sogenannten „Jugendlocke“. Die Beine sind eng an den Körper gezogen und leicht auseinandergestellt, so dass das männliche Geschlecht zu erkennen ist. Die linke Hand liegt auf dem linken Knie auf. Auf dem Kopf sitzt über dem Königskopftuch mit Uräusschlange eine wuchtige Krone über weit ausladenden, waagerecht gewundenen Widderhörnern.

Der Kindgott auf der Blüte ist eine Erscheinungsform des jugendlichen Sonnengottes und damit eines der Bilder von der Vorstellung der Erschaffung der Welt. Ein Sonnenhymnus des Neuen Reiches preist die Gottheit:
 

„Re anbeten bei seinem Aufgang  
im östlichen Lichtland des Himmels.
Gegrüßet seist du, Knabe auf dem Schoß,
Kind, das in der Lotosblume aufgeht;
Schöner Jüngling, der aus dem Lichtland kommt
und die beiden Länder erhellt mit seinem Licht.“

(Jan Assmann, Hymnen und Gebete, Nr. 43)

Bronze
H. 18,7 cm, Br. 6,3 cm, T. 6,1 cm
Spätzeit, ca. 600-350 v. Chr.
ÄS 4848
(ausgestellt im Raum „Religion“)


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