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SMÄK News

Liebe Freunde des Ägyptischen Museums,

in diesem Sommer können wir unter unseren Besuchern besonders viele Familien begrüßen. Und wenn auch das übliche Ferienprogramm in diesem Jahr leider ausfallen muss, erfreuen sich doch Suchspiel und Archäologischer Rucksack großer Beliebtheit, so dass es sonntags sogar manchmal zu Wartezeiten gekommen ist. Daher freuen wir uns, dass gerade noch rechtzeitig für die letzten Ferienwochen die digitale „Pharaonenjagd“ auf dem MedienGuide fertig geworden ist: Die beiden Museumsmaskottchen Isi und Usi – Spitzmaus und Ichneumon – begleiten unsere jüngsten Besucher auf einer Schnitzeljagd quer durchs Museum! Und begrüßen sie seit Kurzem auch gleich am Museumseingang… Aus diesem Anlass ist auch das „Objekt des Monats“ diesmal eine Statuette einer kleinen Spitzmaus!

Was es mit den ägyptischen Figuren und Hieroglyphen auf einem kleinen Häuschen noch vor dem Eingang auf sich hat, können Sie unter der Rubrik „Berichte“ nachlesen. Ebenfalls neu im Museum ist der Zeitstrahl, der schon seit einiger Zeit in Vorbereitung gewesen ist, aber erst jetzt realiter umgesetzt werden konnte.

Die Klangwanderung „The pomegranate tree“ gleich zu Beginn des Monats findet, wenn auch ohne Einführung, weiterhin wie gewohnt statt. Wir freuen uns, dass die musikalischen Angebote in diesem Monat durch sogenannte 1:1-Konzerte mit Musikern des Bayerischen Polizeiorchesters ergänzt werden können – eine neue Veranstaltungsform, mit der andere Museen wie etwa die Antikensammlung bereits gute Erfahrungen gemacht haben.

Auf weitere Veranstaltungen und museumspädagogische Angebote müssen wir hingegen weiterhin verzichten. Daher wird die Vortragsreihe „Wie wir wurden, was wir sind“ jeden Dienstag in digitaler Form fortgeführt; auch die digitalen Angebote des Museums werden  weiterhin ausgebaut, in den Ferien vor allem für Kinder.

In Kürze wird der Katalog zur Sonderausstellung „Adam, wo bist du?“ verfügbar sein, die ebenfalls in einer digitalen Version besucht werden kann. Die Präsentation der Münchner Ochsenmumie, real weiterhin zu sehen, ist ebenfalls mit der gesamte Dokumentation auch online verfügbar.

Zum Abschluss möchten wir Sie bitten, weiterhin die diversen Hygiene- und Schutzmaßnahmen zu beachten, die sich gut bewährt haben und von den allermeisten Besuchern auch sehr diszipliniert eingehalten werden. So können Sie unbesorgt einen Museumsbesuch wagen und entspannt genießen! Voranmelden müssen Sie sich auch nicht – das Haus ist groß genug, wir empfehlen Ihnen vor allem die Wochentage.

Bleiben Sie gesund – wir freuen uns auf Ihren Besuch

Ihre

Sylvia Schoske

Sylvia Schoske


Anschrift der Verwaltung:
Arcisstraße 16, 80333 München

Eingang ins Museum:
Gabelsbergerstraße 35, 80333 München

Fax-Nummer: 089 289 27 707
Sekretariat 089 289 27 630
info@smaek.de
www.smaek.de

Öffnungszeiten Mi-So 10-18 Uhr, Di 10-20 Uhr, Mo geschlossen


Hygiene-Regeln

Die Schutzmaßnahmen für den Museumsbesuch haben sich in den vergangenen Wochen bewährt. Seit Anfang Juli hat sich die Zahl der zugelassenen Besucher verdoppelt, jetzt ist ein Besucher pro 10 Quadratmeter erlaubt. Im Ägyptischen Museum bedeutet dies, dass sich gleichzeitig rund 220 Besucher (einschließlich Sonderausstellung) aufhalten dürfen. Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich, dennoch empfehlen wir die derzeit eher besucherschwachen (Wegfall der Schulklassen) Wochentage zu nutzen.

Für Ihren Museumsbesuch gibt es dennoch derzeit einige Dinge zu beachten.    

Bitte halten Sie bei Ihrem Museumsbesuch einen Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen ein (Ausnahme: Familien). Tragen Sie eine Mund-Nasen-Bedeckung und reinigen Sie sich gründlich die Hände.

Wir weisen Sie auch im Museum mit Schildern und Bodenmarkierungen darauf hin. Bitte beachten Sie die „Einbahnstraßen-Regelung“: Die Bodenleitlinie führt Sie durch alle Räume des Museums – und auch wieder hinaus!

Zu Ihrem Schutz und dem unseres Personals haben wir im Kassenbereich Plexiglasscheiben installiert und das Reinigungsintervall für alle Kontaktflächen erhöht.

Personen mit unspezifischen Allgemeinsymptomen sowie respiratorischen Symptomen jeglicher Schwere und Personen, die in den letzten 14 Tagen Kontakt zu COVID-19-Fällen hatten, sind leider vom Besuch des Museums ausgeschlossen.

Bitte helfen Sie weiterhin mit, dass wir alle gemeinsam gut durch diese Krise kommen.

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Termine

Alle Veranstaltungen – bis auf die Klangwanderung - sind derzeit abgesagt und werden nach Möglichkeit verschoben.

Die ausgefallenen Vorträge der Reihe zur Geschichte des Museums „Wie wir wurden, was wir sind“ am Dienstagabend sind in digitaler Form über die Website des Museums oder über YouTube abrufbar – jeden Dienstag ein neuer Vortrag!




Museumszeitschrift "Maat"


Zum Jubiläum ist eine doppelt so dicke Ausgabe unserer Zeitschrift wie üblich erschienen. Sie lässt 50 Jahre Museumsgeschichte (plus mehr als 200 Jahre Sammlungsgeschichte) Revue passieren mit all ihren Ausstellungen, Zweigmuseen und Veranstaltungen, den Grabungen im Ostdelta und im Sudan sowie den wichtigsten Erwerbungen. Außerdem vollzieht sie die langjährigen Bemühungen um den Museumsneubau nach, ebenso die die Entwicklung des Freundeskreises.

Preis 5.- Euro, erhältlich an der Museumskasse.




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Veranstaltungen

Klangwanderung durch 13 Räume

The Pomegranate Tree

Zeitgenössische Musik trifft auf altägyptische Kunst! Die Klanginstallation weckt die Illusion, als seien es die Säle und Hallen selbst, die anfangen zu klingen und mit den Jahrtausende alten Kunstwerken in Kontakt zu treten. Aus allen Richtungen, von weit her und von ganz nah, dringen die Klänge ans Ohr. Mit den Klangwogen mischen sich faszinierende Klangereignisse, mal seltsam vertraut, mal irritierend fremd. Trostreich versöhnlich kommen menschliche Stimmen hinzu, deklamieren, raunen, flüstern Fragmente aus altägyptischer Poesie und Literatur.                              Eine mitreißende Klangwanderung durch 13 Säle auf 64 Kanälen in 63 Minuten

Die übliche Einführung entfällt, stattdessen erhalten alle Besucher ein Informationsblatt

Dienstag, 1. September, 18 Uhr

Eintritt 4.- Euro + Museumseintritt

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1:1 CONCERTS im Museum

Eine*r musiziert, eine*r hört zu - ein einmaliges Erlebnis! Die 1:1 CONCERTS© bieten eine Möglichkeit für ein reales und außergewöhnliches Konzerterlebnis, das unter Berücksichtigung aller geltenden Corona-Schutzmaßnahmen durchführbar ist. Dabei findet eine wortlose eins-zu-eins-Begegnung zwischen Hörer*in und Musiker*in statt – ein Miniaturkonzert von maximal 10minütiger Dauer. Welches Instrument, welche*r Musiker*in, welches Stück bleibt eine Überraschung. So können sich die Zuhörenden ganz unvoreingenommen der Musik öffnen und sich der besonderen Atmosphäre hingeben.

Bei den 1:1 CONCERTS© im Staatlichen Museum Ägyptischer Kunst spielen Musiker*innen des Polizeiorchesters Bayern, das durch seine hohe künstlerische Qualität sowie ein umfangreiches Repertoire bei rund 50 Benefizkonzerten im Jahr seine Zuhörer*innen zu begeistern weiß.

Der Eintritt zu den Konzerten ist frei, freiwillige Spenden fließen in den Nothilfefonds der Deutschen Orchesterstiftung, um freischaffende Musiker*innen zu unterstützen, denen wegen der Corona-Pandemie die Auftritte wegbrechen.

 

Termine:         
Donnerstag, 17. September                       
Sonntag, 20. September                       

Jeweils zwischen 18 und 21 Uhr

Reservierung über www.1to1concerts.de/muenchen.

Die Zuhörer*innen erhalten eine Terminbestätigung mit den genauen Informationen. Unmittelbar vor dem Konzert selbst erhalten sie im Museum noch ein kurzes Briefing und werden dann zu ihrem persönlichen Konzert in einen der Ausstellungsräume begleitet.

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Digitale Angebote

Über www.smaek.de/smaek-digital/ ist das digitale Angebot des Museums abzurufen, das laufend ergänzt wird und Ihnen immer wieder Neues bietet.

Aktuell:

Vortragsserie „Wie wir wurden, was wir sind“

Die Anfang des Jahres begonnene und durch die Schließung des Museums abgebrochene Vortragsserie am Dienstagabend zum 50. Geburtstag des Museums wird jetzt digital abrufbar.

Bereits online sind die folgenden Beiträge:

28. Juli 
Arnulf Schlüter
„Auch für München, was in Rom Museo heißt“ – Teil 1
Ludwig I. und die ägyptische Kunst

4. August
Arnulf Schlüter
„Auch für München, was in Rom Museo heißt“ – Teil 2
Ludwig I. und die ägyptische Kunst

11.August
Dietrich Wildung
Hieroglyphenforschung in München
Die Bayerische Akademie der Wissenschaften

18. August
Dietrich Wildung
Forscher, Sammler und Mäzen
Friedrich Wilhelm Freiherr von Bissing

25. August
Jan Dahms
Durststrecke – Teil 1
Die Jahre zwischen 1930 und 1950

1. September
Jan Dahms
Durststrecke – Teil 2
Die Jahre zwischen 1930 und 1950

 

50. Geburtstag des Museums
Die Pressekonferenz am 15. Juli mit Staatsminister Bernd Sibler mit Informationen zu zahlreichen aktuellen Projekten des Museums ist ebenfalls online nachzuverfolgen.

Der Online-Hieroglyphenkurs zum Selbststudium ist mit 10 Lektionen jetzt vollständig verfügbar.

Die Sonderausstellung „Adam, wo bist du?“ ist in einer digitalen Version zu erkunden.

Für Kinder gibt es neue Spiele, Rätsel und Malvorlagen, die regelmäßig ergänzt werden.

Ein kleiner Onlineshop und ein komplettes Schriftenverzeichnis der verfügbaren Publikation finden sich auf der Homepage des Museums.

Ebenso stehen einige Publikationen zum Download bereit.


„Frag den Ägypter“                                                            
 

 „Frag den Ägypter“ heißt das neue Erklär-Videoformat des Museums für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren, das auf dem YouTube-Kanal des Museums zu sehen ist.

In jeder Folge wird sich die Comicfigur „Teti“ ausgewählten Themen und Geheimnissen des alten Ägyptens widmen. Diese Figur wurde aus einem Relief des alten Reiches im Museum entwickelt und animiert. 

In der ersten Folge geht Teti der Frage nach, wie die alten Ägypter Pyramiden gebaut haben – und welche Theorien zum Pyramidenbau nicht stimmen.


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Ausstellung


Die Münchner Ochsenmumie - 
Voll ent-wickelt 

Im Jahr 1846 schenkte der Arzt Dr. Franz Seraph v. Prunner-Bey der Bayerischen Akademie der Wissenschaften die Mumie eines Rindes. Als Herkunft wurde Memphis angegeben und daraus eine Verbindung zum Serapeum in Saqqara abgeleitet. Da dort die heiligen Apis-Stiere bestattet wurden, galt die Ochsenmumie lange als „Apis-Stier“ oder „Apis-Kuh, Mutter eines Apisstiers“. Im Jahr 1934 wurde sie als der „besterhaltene der heiligen Stiere“ bezeichnet.

Den 2. Weltkrieg überstand die Ochsenmumie in einem Abstellraum der Münchner Residenz. In der Nachkriegszeit jedoch wurde die Mumie im Collecting Point (Katharina-von-Bora-Str. 10, Haus der Kulturinstitute, wo bis 2011 Verwaltung und Magazine des Ägyptischen Museums untergebracht waren) nicht adäquat gelagert und nahm Schaden durch Feuchtigkeit und Vandalismus. Nachdem man in den 1980er Jahren festgestellt hatte, dass eine Restaurierung nicht mehr möglich war, wurde daher die Mumie ausgewickelt und bis ins Detail wissenschaftlich untersucht. Zur großen Überraschung wurde dabei eindeutig festgestellt, dass es sich weder um einen mumifizierten Stier noch um ein Muttertier, sondern um einen - Ochsen handelt!

Die Auswicklung und Untersuchung der Ochsenmumie brachte weitere erstaunliche Erkenntnisse. In die Mumienbinden eingewickelt waren ausschließlich einzelne Knochen. Sie wiesen weder Überreste von Fleisch oder Sehnen noch Schnittspuren auf. Demnach fand die Mumifizierung erst nach der vollständigen Verwesung des Tieres statt. Dazu wurden, wie bereits Herodot (5. Jh. v. Chr.) in seinen Historien für Ägypten schildert, die verstorbenen Tiere vor der Stadt im Erdboden vergraben, wo sie mindestens ein Jahr verbleiben mussten.

Anhand der spezifischen Ausformung des Beckens und der Hörner ist das Tier eindeutig als Ochse zu identifizieren. Mit einer errechneten Widerristhöhe von 1,50 m gehört das Tier zu den größten bekannten seiner Art in Ägypten und darüber hinaus.

Vorübergehend öffentlich ausgestellt, wurde der Ochse daraufhin für knapp 30 weitere Jahre eingelagert. 2019 konnte das Skelett in einer Kooperation des Ägyptischen Museums mit dem Museum Mensch und Natur sowie der Staatssammlung für Anthropologie und Paläoanatomie erneut untersucht und wieder aufgebaut werden.

Die gesamte Dokumentation zur Präsentation können Sie auf der Website nachlesen: www.smaek.de/ausstellungen/voll-ent-wickelt/

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„Adam, wo bist du?“

Eine Kunstinstallation von Ilana Lewitan

Die Münchner Künstlerin erkundet in verschiedenen Stationen das Verhältnis von individueller Identität zu Zuschreibungen durch die Umwelt. Wer bin ich? In welche Schemen ordnet mich meine Umwelt ein? Am Beispiel vornehmlich jüdischer Biografien führt die Installation vor, welche wirkmächtigen, häufig gewalttätigen Potentiale Zuschreibungen von Menschen an Menschen enthalten.

Die Installation gliedert sich in verschiedene Abteilungen, den Auftakt bildet ein fiktives Verhaftungsprotokoll aus dem Dritten Reich, das die Frage aufwirft: Was wäre, wenn Jesus im Jahr 1938 gelebt hätte? 

Filmische Sequenzen führen von historischen „Zu-Schreibungen“ mit der mechanischen Schreibmaschine in die Gegenwart der digitalen Kommunikationskanäle. Hör- und Sehstationen zeigen Interviews mit Menschen mehrheitlich jüdischer Abstammung, die Zuschreibungen von außen als besondere biographische Herausforderungen, Bürden oder gar Katastrophen erlebt haben – von Max Mannheimer (1920-2016) über Charlotte Knobloch (*1932) bis hin zum Münchner Rabbiner Brandt (*1927).

Eine weitere Station lässt die Besucherin und den Besucher selbst nachvollziehen, wie banale Einordnungen der willkürlichen Ausgrenzung Tür und Tor öffnen. Der Weg durch die Installation führt schließlich zum großformatigen Fluchtpunkt der Inszenierung, in dem die Fragen kulminieren, die die Installation aufwirft, dem 4,6 Meter hohen Kreuz mit einem 3,3 Meter großen Korpus in Form einer KZ-Uniform.

„Interventionen“ in der Dauerausstellung sensibilisieren den Besucher im Hinblick auf die Fragen nach Identität und Zuordnung: Einzelne Kunstwerke und moderne Objekte treten in den Vitrinen in einen Dialog mit der jahrtausendealten ägyptischen Kunst: Jüdische Geschichte und das Alte Ägypten sind durch Altes und Neues Testament vielfach miteinander verknüpft.  

Die Künstlerin

Ilana Lewitan wurde 1961 in München geboren. Dort studierte sie von 1980-1983 Innenarchitektur und von 1982-1985 Architektur an der TU München. Von 1988-1992 arbeitete sie als Architektin und freie Illustratorin in New York, u.a. bei Richard Meier Architects & Partners und Dakota Jackson. Anschließend studierte sie bei Hans Daucher und Markus Lüpertz Malerei. Seit 1995 ist sie freischaffende Künstlerin. Seit 2012 ist sie auch als Dozentin tätig. Ilana Lewitan lebt und arbeitet in München.

Die Ausstellung ist in einer digitalen Form auch über die Website des Museums erlebbar, ergänzt um einige „Interventionen“ in der Dauerausstellung und Kurzinterviews mit der Künstlerin. Die Interviews finden Sie auf unserem YouTube-Kanal , die digitale Version der Ausstellung finden Sie über die Homepage des Museums.

Der Katalog ist im Druck.

Laufzeit 17.Juni 2020 bis 10.Januar 2021

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Berichte

In den vergangenen Wochen hat sich einiges getan rund ums Museum, bevor es in die eigentlichen Museumsräume geht:

Außenwerbung                                                                  

An der Ecke Arcis-Gabelsbergerstraße wurde in den letzten Monaten eine Gasdruckregelanlage der Stadtwerke München erneuert. Das alte Häuschen, grau und graffitti-verschmiert, war nicht gerade ein Schmuckstück im Außenbereich des Museums. Eine Rückfrage ergab, dass sich die Stadtwerke durchaus eine ägyptisierende Außengestaltung vorstellen könnten, mit Hinweis aufs Museum – und sogar bereit waren, einen Großteil der Kosten hierfür zu übernehmen!

Nun zieren Darstellungen ägyptischer Könige sowie mehrere Männer- und Frauenfiguren die Außenseiten, deren Vorbilder auf Reliefs im Museum zu finden sind. Eine Seite ist mit Hieroglyphen bedeckt, die sich im Eingangsbereich des Museums wiederfinden: „Die Vorsteherin der Kultstätte (= die Direktorin), sie sagt, „Das Krokodil gegen den im Wasser, die Schlange gegen den an Land, der etwas tut gegen das Haus des Sammelns, Schützens und Präsentierens (= das Museum)“.

Dazu gibt es einen Hinweis auf den Freundeskreis, auf den barrierefreien Zugang, und wenn man vom Königsplatz her kommt, läuft man auf eine Karte des Kunstareals zu. Ein Dank an die Stadtwerke!

Maskottchen                                                                        

In diesen Wochen sind viele Kinder im Museum – und seit Beginn der Sommerferien werden sie gleich am Eingang, im Windfang, von den Museums-Maskottchen begrüßt. Isi, die Spitzmaus, und Usi, das Ichneumon, begleiten die jüngsten Besucher auch auf der neuen „Pharaonenjagd“ durchs Museum, finden sich auf Prospekten zur Markierung des Kinderprogramms oder auch auf dem archäologischen Rucksack.

 


Zeitstrahl                                                                            


Um die Besucher ein wenig einzustimmen auf die zeitlichen Dimensionen, die sie dann in den Ausstellungsräumen erwarten, wurde in dem langen Gang, der zur Garderobe und den Toiletten führt, ein Zeitstrahl installiert. Auf acht Metern Länge umfaßt er sechs Jahrtausende – von der ägyptischen Vorgeschichte um 4000 v. Chr. bis in die Gegenwart. Auf zwei Ebenen stellt er wichtige Epochen und Meilensteine der Geschichte Ägyptens und des Sudans anderen Kulturen aus allen Zeiten der Weltgeschichte gegenüber.

Besucherbefragung

In den kommenden Wochen werden wir eine Befragung der Nutzer – Erwachsene und Kinder – des MedienGuides durchführen und würden uns freuen, wenn Sie sich daran möglichst zahlreich beteiligen würden!

Mini-Shop

Derzeit ist das Shop-Cafe „Ludovico“ noch nicht wieder geöffnet. Ein kleines Angebot – einige Publikationen, auch für Kinder, Postkarten, Museumsmitbringsel u.ä. sind an der Kasse erhältlich, ebenso die neu Ausgabe der Zeitschrift „Maat“ zum 50. Geburtstag des Museums.

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Kinder

Leider kann in den Sommerferien nicht das geplante Programm mit verschiedenen Kursen und Workshops für Kinder stattfinden. Doch dafür gibt es aktualisierte Angebote:

Archäologischer Rucksack

Neu bestückt ist der Rucksack, dessen Aufgaben einmal quer durchs Museum führen.  Mit ihnen können Kinder selbst aktiv werden und die Arbeit eines Archäologen kennen lernen. Die Ausleihe ist kostenlos und jederzeit zu den normalen Öffnungszeiten möglich.
Dieses Angebot richtet sich an Kinder von ca. 7–12 Jahren – bei den Kleineren dürfen auch die Eltern oder größere Geschwister mithelfen. Für die Bearbeitung aller Aufgaben benötigt man etwa eine Stunde.

Suchspiel

Neue Rätselfragen hält auch das Sommer-Suchspiel bereit– einfach an der Museumskasse abholen; jeweils zu den Öffnungszeiten des Museums. Die Teilnahme ist frei, und jeder Teilnehmer erhält einen kleinen Preis!

MedienGuide

Neue Inhalte gibt es auch auf dem Tablet, das verschiedene Inhalte auch für Kinder enthält: Für sie konzipiert ist die Führung „Götterwelt“ sowie das von Schülern entwickelte und gesprochene Hörspiel „Aus dem Leben der Sat-Djehutj“. In einem freien Rundgang gibt es mittlerweile rund 300 Module mit Informationen zu einzelnen Objekten!

Ab sofort auf dem MediaGuide verfügbar

„Pharaonenjagd“ - ein Streifzug durchs Museum zu zehn Stationen mit Rätseln und Fragen rund um den ägyptischen König – in Begleitung der Museums-Maskottchen Isi und Usi, die bei Schwierigkeiten auch schon mal weiterhelfen. Knackst du alle Rätsel in der vorgegebenen Zeit? Du hast eine Stunde Zeit – der Countdown läuft…

Einen kleinen Einblick gibt es auf dem YouTube-Kanal des Museums: www.youtube.com/ÄgyptischesMuseumMünchen

Kosten: 1.- Euro für den MedienGuide, an der Kasse erhältlich    

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Objekt des Monats

Statuette einer Spitzmaus

Die kleine Figur einer männlichen Spitzmaus steht mit gerade ausgestrecktem Schwanz auf einem längsrechteckigen Untersatz mit Hohlkehle. Auf dem Rücken finden sich querliegend als Hinweis auf den Sonnengott drei geflügelte Sonnenscheiben eingeritzt. Anders als ihr Name sagt, ist die Spitzmaus keine richtige Maus, also kein Nagetier, sondern ein Insektenfresser. Von einer richtigen Maus unterscheidet sie sich durch eine spitze, lange Nase. Ihr Körper ist etwa 10-12 Zentimeter (ohne Schwanz) lang. Weltweit gibt es über 350 Arten von Spitzmäusen.

Die Spitzmaus ist eine der Erscheinungsformen des Sonnengottes, der sich in vielen verschiedenen (Tier-)Gestalten manifestieren kann. Eine seiner Sonderformen, Chentj-irtj, nimmt Bezug auf die beiden Phasen der Sonne, die Tagsonne und die Nachtsonne, die mit seinen beiden Augen gleichgesetzt werden. Die Spitzmaus, die zum Teil unter der Erde lebt und schlecht sieht, steht für die Nachtsonne. Das Ichneumon, ein flinkes Kleinraubtier, verkörpert die Tagsonne. 

Eine Besonderheit dieser Figur sind die beiden kurzen (Weih-)Inschriften auf dem Sockel. In ägyptischen Hieroglyphen steht dort „Horus, der Leben gibt“ sowie einer der seltenen Texte in karischer Schrift: „Horus erhalte am Leben den Ipdeaä“. Karische Söldner aus ihrem Stammland an der kleinasiatischen Ägäisküste hatten im 7. Jahrhundert v. Chr. auch ihre Sprache nach Ägypten mitgebracht, deren Schrift aus 45 Zeichen besteht, die dem westgriechischen Alphabet ähneln.

Bronze
H. 5,3 cm, Br. 3,3 cm, L. 10,4 cm
Spätzeit, ca. 600-400 v. Chr.
ÄS 1385
(ausgestellt im Raum „Schrift und Text“)

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Staatliches Museum Ägyptischer Kunst
Sylvia Schoske
Arcisstr. 16
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