Wird diese Nachricht nicht richtig dargestellt, klicken Sie bitte hier.
SMÄK News

Liebe Freunde des Ägyptischen Museums,

langsam wird es herbstlich – die ideale Zeit für einen Museumsbesuch! Starten Sie in den Oktober mit einem Besuch der eigens für das Museum komponierten Klangwanderung oder gehen Sie mit Ihren Kindern auf Pharaonenjagd mit Hilfe des TabletGuides – ein neues Angebot, das sich in den vergangenen Wochen rasch zu einem Renner entwickelt hat.

Oft ist in den vergangenen Jahren die Performance-Künstlerin Ruth Geiersberger mit einer ihrer Verrichtungen im Museum zu Gast gewesen. In ihrem jüngsten Projekt ist sie mit ihrem „Bankerl“ durch München gezogen, hat auch im Museum Station gemacht und die verschiedensten Leute interviewt. Daraus ist in Zusammenarbeit mit Severin Vogl ein Film entstanden, der im Rahmen der Reihe „Interventionen“ des Kulturreferats der Stadt München auf der Eingangstreppe vor dem Museum an zwei Abenden aufgeführt wird. – mit dieser Filmvorführung im Freien können wir Sie sogar zu einer Live-Veranstaltung einladen!

Ende des Monats steht mit einem Sondervortrag zur aktuellen Ausstellung eine erste sogenannte Hybrid-Veranstaltung auf dem Programm. Da wegen der aktuellen Hygiene-Regeln das Auditorium nicht voll besetzt werden kann, können Sie den Vortrag auch Online verfolgen. Dies gilt auch für die letzten Themen der Vortragsreihe „Wie wir wurden, was wir sind“, die jeden Dienstag in digitaler Form fortgeführt werden. Stöbern Sie in der Rubrik „Museum digital auf unserer Website, wo Sie laufend neue Angebote, auch für Kinder, finden können. Ganz aktuell; zwei Vorträge unter dem derzeitigen Motto „Wiesn in der Stadt“.

Unter der Rubrik „Berichte“ können Sie nachlesen, wie stimmungsvoll die musikalischen Begegnungen 1:1 abgelaufen sind, vielen Dank an die Musiker des Bayerischen Polizeiorchesters, die dies ermöglicht haben.

Der Katalog zur Sonderausstellung „Adam, wo bist du?“ ist zwischenzeitlich an der Kasse erhältlich, ebenso eine CD mit der eigens komponierten Musik. Die Präsentation der Münchner Ochsenmumie ist real und digital weiterhin zu sehen. Und als „Objekt des Monats“ stellen wir diesmal mit dem Gesichtsfragment des Echnaton eines der Highlights des Museums vor.

Bei aller Vielfalt der digitalen Angebote – sie können und werden nie den Besuch des Museums mit seinen faszinierenden Originalobjekten ersetzen – sie können lediglich eine Vor- und Nachbereitung bieten.

In diesem Sinne: Wagen Sie einen Besuch und bleiben Sie gesund

Ihre

Sylvia Schoske

Sylvia Schoske


Anschrift der Verwaltung:
Arcisstraße 16, 80333 München

Eingang ins Museum:
Gabelsbergerstraße 35, 80333 München

Fax-Nummer: 089 289 27 707
Sekretariat 089 289 27 630
info@smaek.de
www.smaek.de

Öffnungszeiten Mi-So 10-18 Uhr, Di 10-20 Uhr, Mo geschlossen

Das Museum ist am 3. Oktober (Tag der deutschen Einheit) und am 1. November (Allerheiligen) geöffnet.


Hygiene-Regeln

Die Schutzmaßnahmen für den Museumsbesuch haben sich in den vergangenen Wochen bewährt. Seit Anfang Juli hat sich die Zahl der zugelassenen Besucher verdoppelt, jetzt ist ein Besucher pro 10 Quadratmeter erlaubt. Im Ägyptischen Museum bedeutet dies, dass sich gleichzeitig rund 220 Besucher (einschließlich Sonderausstellung) aufhalten dürfen. Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich, dennoch empfehlen wir die derzeit eher besucherschwachen (Wegfall der Schulklassen) Wochentage zu nutzen.

Für Ihren Museumsbesuch gibt es dennoch derzeit einige Dinge zu beachten.    

Bitte halten Sie bei Ihrem Museumsbesuch einen Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen ein (Ausnahme: Familien). Tragen Sie eine Mund-Nasen-Bedeckung und reinigen Sie sich gründlich die Hände.

Wir weisen Sie auch im Museum mit Schildern und Bodenmarkierungen darauf hin. Bitte beachten Sie die „Einbahnstraßen-Regelung“: Die Bodenleitlinie führt Sie durch alle Räume des Museums – und auch wieder hinaus!

Zu Ihrem Schutz und dem unseres Personals haben wir im Kassenbereich Plexiglasscheiben installiert und das Reinigungsintervall für alle Kontaktflächen erhöht.

Personen mit unspezifischen Allgemeinsymptomen sowie respiratorischen Symptomen jeglicher Schwere und Personen, die in den letzten 14 Tagen Kontakt zu COVID-19-Fällen hatten, sind leider vom Besuch des Museums ausgeschlossen.

Bitte helfen Sie weiterhin mit, dass wir alle gemeinsam gut durch diese Krise kommen.

nach oben

Termine

Die meisten Veranstaltungen – vor allem die regelmäßigen Vorträge und Führungen – können leider nach wie vor nicht stattfinden.

Die ausgefallenen Vorträge der Reihe zur Geschichte des Museums „Wie wir wurden, was wir sind“ am Dienstagabend sind in digitaler Form über die Website des Museums oder über YouTube abrufbar – jeden Dienstag ein neuer Vortrag!

Dienstag, 6. Oktober, 18 Uhr
Klanginstallation „The Pomegranate Tree“
von Mark Polscher
mit Einführung im Foyer
Teilnahme: Museumseintritt + 4.- Euro

Samstag/Sonntag,  10. & 11. Oktober
Filmvorführung „Bankerl“
Ruth Geiersberger und Severin Vogl
Filmvorführung 19.30 Uhr, 20. Uhr, 20.30 Uhr
Teilnahme frei

Donnerstag, 29. Oktober, 18.15 Uhr
Sondervortrag zur Ausstellung
„Adam, wer bist Du?“
Prof. Dr. Stefan Jakob Wimmer
Teilnahme frei, Anmeldung erforderlich


Museumszeitschrift "Maat"


Zum Jubiläum ist eine doppelt so dicke Ausgabe unserer Zeitschrift wie üblich erschienen. Sie lässt 50 Jahre Museumsgeschichte (plus mehr als 200 Jahre Sammlungsgeschichte) Revue passieren mit all ihren Ausstellungen, Zweigmuseen und Veranstaltungen, den Grabungen im Ostdelta und im Sudan sowie den wichtigsten Erwerbungen. Außerdem vollzieht sie die langjährigen Bemühungen um den Museumsneubau nach, ebenso die die Entwicklung des Freundeskreises.

Preis 5.- Euro, erhältlich an der Museumskasse.






nach oben

Veranstaltungen

Klangwanderung durch 13 Räume

The Pomegranate Tree

Zeitgenössische Musik trifft auf altägyptische Kunst! Die Klanginstallation weckt die Illusion, als seien es die Säle und Hallen selbst, die anfangen zu klingen und mit den Jahrtausende alten Kunstwerken in Kontakt zu treten. Aus allen Richtungen, von weit her und von ganz nah, dringen die Klänge ans Ohr. Mit den Klangwogen mischen sich faszinierende Klangereignisse, mal seltsam vertraut, mal irritierend fremd. Trostreich versöhnlich kommen menschliche Stimmen hinzu, deklamieren, raunen, flüstern Fragmente aus altägyptischer Poesie und Literatur.                              Eine mitreißende Klangwanderung durch 13 Säle auf 64 Kanälen in 63 Minuten

Die übliche Einführung entfällt, stattdessen erhalten alle Besucher ein Informationsblatt

Dienstag, 6. Oktober, 18 Uhr

Eintritt 4.- Euro + Museumseintritt

******************************

Filmvorführung am 10. & 11. Oktober
Im Rahmen der Kunstinterventionen im öffentlichen Raum des Kulturreferats der Stadt München

„Bankerl“
Ein Filmprojekt von Severin Vogl mit der Performance-Künstlerin Ruth Geiersberger

Ein echtes Gespräch, eine tiefgründige Auseinandersetzung kann nur gelingen, wenn man wirklich zuhört. Die Münchner performance-Künstlerin Ruth Geiersberger reist mit ihrem Bankerl durch München und das Umland, um herauszufinden, wie die Menschen miteinander leben wollen: Was ist den Menschen wichtig, welche Werte und Positionen bewegen sie? Interviews mit Passanten öffentlichen Raum (und im Museum) geben Einblicke in individuelle Lebenssituationen und liefern ein Stimmungsbild unserer Zeit.

Der Filmemacher Severin Vogl gestaltete hieraus einen künstlerischen Film über das Zusammenleben in unserer Gesellschaft.

Auf der Treppe vor der Portalwand des Museums
Filmvorführungen 19.30 Uhr, 20 Uhr, 20.30 Uhr
mehr ...




******************************

Vortrag zur Sonderausstellung 

Donnerstag, 29. Oktober, 18.15 Uhr
"Wer ist Adam?"

An wen richtet sich die biblische Anrede Gottes "Adam, wo bist du?"? Ist Adam im 1. Buch Mose als Ur-Individuum konzipiert, oder sind es Inhalte von aktueller Relevanz, die die Genesiserzählung von Adam und Eva in mythologische Sprache kleidet? Wie geht der Koran damit um? Und warum kommt die Religion Ägyptens ohne ein erstes Menschenpaar aus? Wer Fragen nach dem ersten Menschen nachspürt, muss sich auch einem tatsächlichen oder vermeintlichen Gegensatz zwischen Heiliger Schrift und Evolutionslehre stellen.

Prof. Dr. Stefan Jakob Wimmer, München   
Bayerische Staatsbibliothek, Orient- und Asienabteilung

Anmeldung unbedingt erforderlich ab 19.10.2020 unter buchungen@smaek.de, Teilnahme nur nach Bestätigung möglich
Wegen der begrenzten Teilnehmerzahl wird der Vortrag aufgezeichnet und ist anschließend online verfügbar.


nach oben

Digitale Angebote

Über www.smaek.de/smaek-digital/ ist das digitale Angebot des Museums abzurufen, das laufend ergänzt wird und Ihnen immer wieder Neues bietet.

Aktuell:

Vortragsserie „Wie wir wurden, was wir sind“

Die Anfang des Jahres begonnene und durch die Schließung des Museums abgebrochene Vortragsserie am Dienstagabend zum 50. Geburtstag des Museums sind jetzt digital abrufbar. Alle Vorträge finden Sie auf dem YouTube-Kanal des Museums.

Die nächsten Beiträge:

6. Oktober 
Dietrich Wildung
Zu neuen Ufern
Fast 5000 Tage
Dietrich Wildung, Direktor 1975-1988 

13. Oktober
Sylvia Schoske
Von Mindelheim bis Mexiko
30 Jahre ägyptische Ausstellungen

20. Oktober
Sylvia Schoske
„...denn es war kein Platz…“
Standortsuche für ein Ägyptisches Museum

27. Oktober
Sylvia Schoske
Hinuntersteigen zum Licht  - Teil 1 –
Der Neubau

3. November
Sylvia Schoske
Hinuntersteigen zum Licht  - Teil 2 –
Das Konzept der Dauerausstellung

Vorträge zur "Wiesn daheim"

Familienvortrag: Feste im alten Ägypten von Dr. Jan Dahms

Vortrag: Bier im alten Ägypten von Roxane Bicker

 

50. Geburtstag des Museums
Die Pressekonferenz am 15. Juli mit Staatsminister Bernd Sibler mit Informationen zu zahlreichen aktuellen Projekten des Museums ist ebenfalls online nachzuverfolgen.

Der Online-Hieroglyphenkurs zum Selbststudium ist mit 10 Lektionen jetzt vollständig verfügbar.

Die Sonderausstellung „Adam, wo bist du?“ ist in einer digitalen Version zu erkunden.

Für Kinder gibt es neue Spiele, Rätsel und Malvorlagen, die regelmäßig ergänzt werden.

Ein kleiner Onlineshop und ein komplettes Schriftenverzeichnis der verfügbaren Publikation finden sich auf der Homepage des Museums.

Ebenso stehen einige Publikationen zum Download bereit.


„Frag den Ägypter“                                                            
 

 „Frag den Ägypter“ heißt das neue Erklär-Videoformat des Museums für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren, das auf dem YouTube-Kanal des Museums zu sehen ist.

In jeder Folge wird sich die Comicfigur „Teti“ ausgewählten Themen und Geheimnissen des alten Ägyptens widmen. Diese Figur wurde aus einem Relief des alten Reiches im Museum entwickelt und animiert. 

In der ersten Folge geht Teti der Frage nach, wie die alten Ägypter Pyramiden gebaut haben – und welche Theorien zum Pyramidenbau nicht stimmen.



Filmtipp

Am 20.10. um 23.15 Uhr im BR Fernsehen:
"nachtlinie extra – Eine Nacht im Ägyptischen Museum" 
Dr. Sylvia Schoske im Gespräch mit Andreas Bönte


nach oben

Ausstellung


Die Münchner Ochsenmumie - 
Voll ent-wickelt 

Im Jahr 1846 schenkte der Arzt Dr. Franz Seraph v. Prunner-Bey der Bayerischen Akademie der Wissenschaften die Mumie eines Rindes. Als Herkunft wurde Memphis angegeben und daraus eine Verbindung zum Serapeum in Saqqara abgeleitet. Da dort die heiligen Apis-Stiere bestattet wurden, galt die Ochsenmumie lange als „Apis-Stier“ oder „Apis-Kuh, Mutter eines Apisstiers“. Im Jahr 1934 wurde sie als der „besterhaltene der heiligen Stiere“ bezeichnet.

Den 2. Weltkrieg überstand die Ochsenmumie in einem Abstellraum der Münchner Residenz. In der Nachkriegszeit jedoch wurde die Mumie im Collecting Point (Katharina-von-Bora-Str. 10, Haus der Kulturinstitute, wo bis 2011 Verwaltung und Magazine des Ägyptischen Museums untergebracht waren) nicht adäquat gelagert und nahm Schaden durch Feuchtigkeit und Vandalismus. Nachdem man in den 1980er Jahren festgestellt hatte, dass eine Restaurierung nicht mehr möglich war, wurde daher die Mumie ausgewickelt und bis ins Detail wissenschaftlich untersucht. Zur großen Überraschung wurde dabei eindeutig festgestellt, dass es sich weder um einen mumifizierten Stier noch um ein Muttertier, sondern um einen - Ochsen handelt!

Die Auswicklung und Untersuchung der Ochsenmumie brachte weitere erstaunliche Erkenntnisse. In die Mumienbinden eingewickelt waren ausschließlich einzelne Knochen. Sie wiesen weder Überreste von Fleisch oder Sehnen noch Schnittspuren auf. Demnach fand die Mumifizierung erst nach der vollständigen Verwesung des Tieres statt. Dazu wurden, wie bereits Herodot (5. Jh. v. Chr.) in seinen Historien für Ägypten schildert, die verstorbenen Tiere vor der Stadt im Erdboden vergraben, wo sie mindestens ein Jahr verbleiben mussten.

Anhand der spezifischen Ausformung des Beckens und der Hörner ist das Tier eindeutig als Ochse zu identifizieren. Mit einer errechneten Widerristhöhe von 1,50 m gehört das Tier zu den größten bekannten seiner Art in Ägypten und darüber hinaus.

Vorübergehend öffentlich ausgestellt, wurde der Ochse daraufhin für knapp 30 weitere Jahre eingelagert. 2019 konnte das Skelett in einer Kooperation des Ägyptischen Museums mit dem Museum Mensch und Natur sowie der Staatssammlung für Anthropologie und Paläoanatomie erneut untersucht und wieder aufgebaut werden.

Die gesamte Dokumentation zur Präsentation können Sie auf der Website nachlesen: www.smaek.de/ausstellungen/voll-ent-wickelt/

nach oben

„Adam, wo bist du?“

Eine Kunstinstallation von Ilana Lewitan

Die Münchner Künstlerin erkundet in verschiedenen Stationen das Verhältnis von individueller Identität zu Zuschreibungen durch die Umwelt. Wer bin ich? In welche Schemen ordnet mich meine Umwelt ein? Am Beispiel vornehmlich jüdischer Biografien führt die Installation vor, welche wirkmächtigen, häufig gewalttätigen Potentiale Zuschreibungen von Menschen an Menschen enthalten.

Die Installation gliedert sich in verschiedene Abteilungen, den Auftakt bildet ein fiktives Verhaftungsprotokoll aus dem Dritten Reich, das die Frage aufwirft: Was wäre, wenn Jesus im Jahr 1938 gelebt hätte? 

Filmische Sequenzen führen von historischen „Zu-Schreibungen“ mit der mechanischen Schreibmaschine in die Gegenwart der digitalen Kommunikationskanäle. Hör- und Sehstationen zeigen Interviews mit Menschen mehrheitlich jüdischer Abstammung, die Zuschreibungen von außen als besondere biographische Herausforderungen, Bürden oder gar Katastrophen erlebt haben – von Max Mannheimer (1920-2016) über Charlotte Knobloch (*1932) bis hin zum Münchner Rabbiner Brandt (*1927).

Eine weitere Station lässt die Besucherin und den Besucher selbst nachvollziehen, wie banale Einordnungen der willkürlichen Ausgrenzung Tür und Tor öffnen. Der Weg durch die Installation führt schließlich zum großformatigen Fluchtpunkt der Inszenierung, in dem die Fragen kulminieren, die die Installation aufwirft, dem 4,6 Meter hohen Kreuz mit einem 3,3 Meter großen Korpus in Form einer KZ-Uniform.

„Interventionen“ in der Dauerausstellung sensibilisieren den Besucher im Hinblick auf die Fragen nach Identität und Zuordnung: Einzelne Kunstwerke und moderne Objekte treten in den Vitrinen in einen Dialog mit der jahrtausendealten ägyptischen Kunst: Jüdische Geschichte und das Alte Ägypten sind durch Altes und Neues Testament vielfach miteinander verknüpft.  

Die Künstlerin

Ilana Lewitan wurde 1961 in München geboren. Dort studierte sie von 1980-1983 Innenarchitektur und von 1982-1985 Architektur an der TU München. Von 1988-1992 arbeitete sie als Architektin und freie Illustratorin in New York, u.a. bei Richard Meier Architects & Partners und Dakota Jackson. Anschließend studierte sie bei Hans Daucher und Markus Lüpertz Malerei. Seit 1995 ist sie freischaffende Künstlerin. Seit 2012 ist sie auch als Dozentin tätig. Ilana Lewitan lebt und arbeitet in München.

Die Ausstellung ist in einer digitalen Form auch über die Website des Museums erlebbar, ergänzt um einige „Interventionen“ in der Dauerausstellung und Kurzinterviews mit der Künstlerin. Die Interviews finden Sie auf unserem YouTube-Kanal , die digitale Version der Ausstellung finden Sie über die Homepage des Museums.

Laufzeit 17. Juni 2020 bis 10. Januar 2021

Neu im Angebot

Katalog zur Ausstellung
„Adam, wo bist Du?“
Eine Kunstinstallation von Ilana Levitan 

Der Katalog orientiert sich an den verschiedenen Stationen, den „Artefakten“ der Ausstellung. Den Auftakt bildet ein fiktives Verhaftungsprotokoll aus dem Dritten Reich, das die zentrale Frage aufwirft: Was wäre, wenn Jesus im Jahr 1938 gelebt hätte?  Die Berichte der Zeitzeugen in den Hörstationen sind in vollem Wortlaut nachzulesen. Die Würfel mit der Chronologie der Verfolgung jüdischer Menschen seit der Antike, der gelbe Cube mit ihren Kennzeichnungen seit dem Mittelalter und schließlich der großformatige Fluchtpunkt der Inszenierung, das 4,6 Meter hohe Kreuz mit dem 3,3 Meter großen Korpus in Form einer KZ-Uniform werden in Bild und in den Überlegungen der Künstlerin dargestellt.

Eine Bildstrecke des „Making of“ der Objekte, ein Interview mit der Künstlerin, ein Text zum Ort der Ausstellung, dem Ägyptischen Museum München sowie eine Passage zu der Musik, die eigens für diese Ausstellung komponiert wurde, liefern eine umfassende Dokumentation zu den Inhalten der Installation von Ilana Lewitan.

München 2020
108 Seiten, 73 Abb., Preis Euro 32.-

CD zur Ausstellung

Für die Ausstellung im Ägyptischen Museum München schuf Philippe Cohen Solal eine 30-minütige Komposition, die alte Volkslieder mit Stimmen der Überlebenden mischt, verknüpft mit dem ätherischen Klang des Akkordeons des jungen israelischen Dirigenten Omer Meir Wellber. Der eindrucksvolle Soundtrack greift die Themen der Kunstinstallation von Ilana Lewitan auf und erzählt eine Geschichte von Gewalt, Schmerz und Wiedergeburt.

Musik: Philippe Cohen Solal
Akkordeon: Omer Meir Wellber 
Sänger: Samuel Lison
Stimmen: Natan Grossman, Leo Milchiger
Andere Instruments: Philippe Cohen Solal
Mailand 2020 
Preis Euro 10.-



nach oben

Berichte

1:1 Konzerte

1 Musiker, 1 Zuhörer, Mindestabstand und 10 Minuten Privatkonzert.
Dieses coronakonforme Format soll den Nothilfefond der Deutschen Orchesterstiftung unterstützen. Die gespielten Stücke sind eine Überraschung, ebenso die Instrumente.  
Die ganze Begegnung erfolgt schweigend, im geschlossenen Museum und hat die Zuhörer tief beeindruckt.

Die 1:1-Konzerte finden inzwischen deutschlandweit statt und verzeichnen einen großen Erfolg. Informationen über weitere Termine finden Sie unter 1to1concerts.de/muenchen/

Mini-Shop

Derzeit ist das Shop-Cafe „Ludovico“ noch nicht wieder geöffnet. Ein kleines Angebot – einige Publikationen, auch für Kinder, Postkarten, Museumsmitbringsel u.ä. sind an der Kasse erhältlich, ebenso die neu Ausgabe der Zeitschrift „Maat“ zum 50. Geburtstag des Museums, ebenso Katalog und CD zur aktuellen Ausstellung.

nach oben

Kinder

Premiere war in den Sommerferien für das neue Spiel, das seitdem lebhaften Anklang findet:

Ab sofort auf dem MediaGuide verfügbar

„Pharaonenjagd“ - ein Streifzug durchs Museum zu zehn Stationen mit Rätseln und Fragen rund um den ägyptischen König – in Begleitung der Museums-Maskottchen Isi und Usi, die bei Schwierigkeiten auch schon mal weiterhelfen. Knackst du alle Rätsel in der vorgegebenen Zeit? Du hast eine Stunde Zeit – der Countdown läuft…

Einen kleinen Einblick gibt es auf dem YouTube-Kanal des Museums: www.youtube.com/ÄgyptischesMuseumMünchen

Kosten: 1.- Euro für den MedienGuide, an der Kasse erhältlich.


Archäologischer Rucksac
k

Neu bestückt ist der Rucksack, dessen Aufgaben einmal quer durchs Museum führen.  Mit ihnen können Kinder selbst aktiv werden und die Arbeit eines Archäologen kennen lernen.
Die Ausleihe ist kostenlos und jederzeit zu den normalen Öffnungszeiten möglich.

Dieses Angebot richtet sich an Kinder von ca. 7–12 Jahren – bei den Kleineren dürfen auch die Eltern oder größere Geschwister mithelfen. Für die Bearbeitung aller Aufgaben benötigt man etwa eine Stunde.

 

nach oben



Objekt des Monats

Fragment einer Kolossalstatue des Echnaton

Die Charakteristika dieses Fragments – die vollen Lippen, das heruntergezogene Kinn, die deutliche Einkerbung der Nasolabialfalten – sind typisch für das Erscheinungsbild des Echnaton in den ersten Jahren seiner Regierung. Es stammt von einer seiner rund 35 Kolossalstatuen im Aton-Tempel in Karnak, den er östlich außerhalb des eigentlichen Amun-Tempels hatte errichten lassen.

Seine Abkehr von den traditionellen Formen der Religion und seine Hinwendung zur monotheistischen Verehrung des Sonnengottes, wird von einer ebenso revolutionären Kunst begleitet, die gleichfalls mit den bisherigen Konventionen bricht. Die übertriebene Darstellung der porträthaften Züge des Herrschers, der sich nun das gesamte Menschenbild unterzuordnen hat, ist ein Bekenntnis zum Diesseits und unterstreicht die Abkehr von der Jenseitsbezogenheit früherer Epochen, die sich in einem stark idealisierenden Bildnis niedergeschlagen hatte. In keiner anderen Zeit ist die Kunst so deutlich zur Propagierung einer neuen Religion eingesetzt worden wie von Echnaton – und nach schriftlichen Äußerungen ist davon auszugehen, dass es der Königs selbst war, der die Künstler entsprechend beauftragte und anleitete.

Sandstein
H. 32 cm, Br. 19 cm, T. 23 cm
Neues Reich, 18. Dynastie, um 1350 v. Chr.
ÄS 6290
(ausgestellt im Raum „Kunst und Zeit“)


nach oben


Folgen Sie uns schon in den Social Media?
Facebook
Twitter
Instagram


Wenn Sie diese E-Mail (an: unknown@noemail.com) nicht mehr empfangen möchten, können Sie diese hier kostenlos abbestellen.

Staatliches Museum Ägyptischer Kunst
Sylvia Schoske
Arcisstr. 16
80333 München
Deutschland

08928927630
cg@kulturmarketing-muenchen.de